Zahnärztliches Team
• Risikobestimmung,
• Mundhygienetraining,
• Ernährungsberatung und
• professionelle Zahnreinigung
• Fissurenversiegelung und präventive Kompositrestaurationen …
Das zahnärztliche Team hat viele Möglichkeiten Sie bei der Prophylaxe zu unterstützen. Zunächst steht hier die Bestimmung Ihres Risikos für Karies und Parodontitis. Anschließend kann man geeignete Maßnahmen einleiten um die Risiken zu senken.
Risiko
Die Risikobestimmung ist möglich durch:
Befragung zum bisherigen Prophylaxeverhalten.
Messung der Zahnbeläge und der Entzündung des Zahnfleisches mit Plaque- und Zahnfleischblutungsindizes. Bei uns werden aufwendige graduelle Indizes erhoben, weil dadurch ein Erfolg in späteren Sitzungen besser messbar ist. Das motiviert die Patienten und führt sie in die richtige Richtung.
Messung der Fähigkeit des Speichels schädliche Säuren aus dem bakteriellen Zahnbelag zu neutralisieren. Hier werden die Speichelfließrate und die Pufferkapazität gemessen.
Befundung der initialkariösen Zahnflächen durch Untersuchung mit Lupenbrille. Initialkaries ist der beste Risikoindikator für Karies.
Genauer kann der Grad der Initialkaries und der Übergang zur manifesten Karies mit Kavitation (Loch) durch den diagnostischen Laser gemessen und auch über mehrere Sitzungen aufgezeichnet werden (Verlaufsprotokoll).
Mikrobiologische Tests können das Vorhandensein und die Menge von krankmachenden Mikroorganismen in der Mundhöhle bestimmen. Hier kann nötigenfalls auch eine Resistenz gegen bestimmte Antibiotika getestet werden.
Die Besprechung der Ernährungsgewohnheiten ergänzt die Risikobestimmung. Jeder kennt allerdings stark übergewichtige Menschen, die den ganzen Tag über so gut wie nichts essen. Ein strenges Ernährungsprotokoll kann dieser Selbsttäuschung entgegenwirken.
Sobald das Risiko des Patienten bestimmt ist, können geeignete Prophylaxemaßnahmen eingeleitet werden. Bei einem erwachsenen Patienten, der schon eine ausgezeichnete Mundhygiene durchführt, ausreichend fluoridiert, kaum Zucker zu sich nimmt und gesunde Zähne hat, bei derartigen Patienten kann man annehmen, dass sie bisher schon sehr viel richtig gemacht haben.
Andererseits muss man bei Patienten mit bisher schlechter Mundhygiene, starker Zahnfleischentzündung und Karies an vielen Zähnen alle Register ziehen schon bevor man diese Patienten saniert und während und nach der Sanierung müssen die Prophylaxemaßnahmen in entsprechendem Umfang und mit Konsequenz fortgeführt werden. Man sollte eine Sanierung nur durchführen, wenn die Möglichkeit und die Bereitschaft zu angemessener Vorbeugung zu erkennen und auch für die Zukunft zu erwarten sind. Sonst verschließt man nur Löcher, damit „nebendran wieder neue entstehen“.
Vorbeugende Behandlung
Was können wir zur Vorbeugung für unsere Patienten tun?
- Anfärben der bakteriellen Beläge.
- Fotografieren der Problemstellen mit angefärbten Belägen. Einzeichnen der Problemzonen auf Gipsmodellen der Zähne des Patienten.
- Bedarfsgerechtes Mundhygienetraining
- Professionelle Zahnreinigung, damit alle Anhaftungsstellen für die Bakterien beseitigt werden und Sie die nun glatteren Zähne besser putzen können.
Beseitigung von Schlupfwinkeln für den bakteriellen Biofilm. Das heißt, Behandlung von kariösen Löchern, denn diese Löcher sind „Schutzräume“ für die Bakterien. Der Patient hat keine Chance kariöse Löcher zu reinigen. Das Gleiche gilt für parodontale Taschen. Auch in den parodontalen Taschen setzt sich ein Biofilm fest und führt zu einer chronischen Entzündung (chronische Parodontitis). Undichte Kronenränder und undichte Füllungsränder müssen beseitigt werden, denn auch hier finden die Bakterien einen Schutzraum und zerstören über kurz oder lang Ihre (noch) gesunde Zahnsubstanz.
Eine gute Möglichkeit der Vorbeugung vor Karies ist auch die Fissurenversieglung. Sie kann in Ausnahmefällen schon bei Milchzähnen sinnvoll sein. Besonders gut wirksam ist sie aber bei frisch durchgebrochenen bleibenden Zähnen. Der Sinn der Fissurenversieglung ist es die tiefen und schmalen Einziehungen auf den Kauflächen der Zähne bakteriendicht zu verschließen. Der Schutz vor Karies ist ausgezeichnet.
Fluoridierungsmaßnahmen in der Praxis mit Lacken oder Fluiden können die häusliche Fluoridierung sehr gut ergänzen.
Wie Sie sehen, haben wir eine ganze Palette von Möglichkeiten, um Sie bei der Vorbeugung zu unterstützen.